
Basierend auf Freud/Watzlawick. Verdeutlicht, dass nur ein kleiner Teil der Kommunikation (Sachebene) sichtbar ist, während der Großteil (Beziehungsebene, Werte, Gefühle) unter der Oberfläche liegt und das Verhalten steuert. Etwa 10-20% sind über Wasser sichtbar (Fakten, Zahlen, Aussagen), während 80-90% unter der Oberfläche verborgen sind (Gefühle, Werte, Ängste, Antriebe, Konflikte).
Steckbrief
- Ziel & Fokus
- Bewusstsein schaffen für unterschwellige Konflikte und die Relevanz der Beziehungsebene. Es erklärt, warum Sachdiskussionen sich oft im Kreis drehen.
- Kontext & Einsatzbereich
- Universell einsetzbar. Besonders wichtig beim Kick-off (Erwartungsmanagement), bei Konfliktmoderationen oder im Change Management.
- Ideal für
- Alle Gruppen, besonders wenn "Sachdiskussionen" sich im Kreis drehen.
- Eher ungeeignet für
- Reine Informationsveranstaltungen ohne Interaktion.
- Teilnehmerzahl
- Unbegrenzt.
- Dauer
- 15–30 Minuten als Impuls, länger bei Konfliktbearbeitung.
Beobachtungen auf der Meta-Ebene
- 1
Häufige Reaktion: Erleichterung. Wenn das Modell vorgestellt wird, nicken Teilnehmer oft, weil sie nun eine Sprache für das diffuse Unbehagen im Raum haben.
- 2
Verschiebung der Diskussion: Weg von "Wer hat Recht?" hin zu "Was bewegt uns eigentlich?".
- 3
Das Modell gibt die Erlaubnis, über Gefühle zu sprechen, ohne "unprofessionell" zu wirken.
Limits & Fallstricke
Das Modell ist mittlerweile sehr bekannt ("Overused"). Es kann bei erfahrenen Teilnehmern Langeweile auslösen, wenn es nicht mit konkreten aktuellen Beispielen gefüllt wird.
Deep Dive Literatur

Pragmatics of Human Communication
von Paul Watzlawick, Janet Beavin Bavelas, Don D. Jackson
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